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Nachfolgend findest Du alle 34 eingangenen Bürgeranträge für Braunschweig in voller Länge und sortiert nach Eingang.

Eingang des Antrags 20. August 2017 12:55

Lizensierte Abgabe von Cannabisprodukten

Die Verwaltung wird gebeten, einen Antrag beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf eine Ausnahmegenehmigung zum Betrieb von lizenzierten Abgabestellen von Cannabisprodukten in Braunschweig zu erarbeiten (gemäß § 3 Abs. 2 Betäubungsmittelgesetz (BtMG): „Eine Erlaubnis […] zu wissenschaftlichen oder anderen im öffentlichen Interesse liegenden Zwecken […]“).

Ziel ist eine streng regulierte Abgabe von Cannabisprodukten gekoppelt mit Schutz- und Präventionsangeboten anstelle des heute kriminalisierten aber unkontrollierten Handels. Der Antrag soll unter Einbeziehung der Jugend- und Drogenberatung Braunschweig (DROBS), weiteren DrogenexpertInnen und der Polizei erarbeitet werden und insbesondere folgende Punkte berücksichtigen: • Klärung des rechtmäßigen Betriebs und notwendiger Kontrollen der Abgabestellen • Kontrolle der Qualität der Cannabisprodukte und des VerbraucherInnenschutzes • Regelung legaler Anbau-, Bezugs- und Verarbeitungsmöglichkeiten • Begrenzung der Abgabe an Volljährige, Einhaltung des Jugendschutzes • Gewährleistung des wissenschaftlichen und öffentlichen Interesses • wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Entwicklung zum Cannabiskonsum in Braunschweig: u. a. Anzahl der gesundheitlichen Schädigungen, Erreichen der konsumierenden Zielgruppe, Entwicklung des Schwarzmarktes • Ausbau des Präventions- und Therapieangebotes

Sachdarstellung: Weltweit fehlt jeder Beweis, dass Verbote den Drogenkonsum einschränken würden. Statt-dessen ist die Zahl der KonsumentInnen zum Beispiel in Portugal und den Niederlanden nach der Entkriminalisierung von Cannabis gesunken. Aufklärung, Prävention und Hilfe kommen infolge der Kriminalisierung zu kurz, der THC-Gehalt der Schwarzmarktware wird nicht geprüft, schädliche Stoffe zur Streckung bleiben unentdeckt. KonsumentInnen befinden sich außerhalb der Legalität und somit in potenzieller Gefährdung. Die kontrollierte Abgabe von Cannabisprodukten durch Verkaufsstellen eröffnet eine Möglichkeit der sinnvollen Regulierung, wie sie der Schwarzmarkt naturgemäß nicht zulässt. Dem illegalen Handel würde zudem die Grundlage entzogen. Das Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) sieht Ausnahmen vom generellen Verkehrsverbot für Cannabis gemäß § 3 bei begründetem wissenschaftlichen oder sonstigem öffentlichen Interesse vor – ein Fall, der hier durchaus gegeben ist. Um dies zu klären, ist zunächst zu ermitteln, ob Personen mit problematischen Konsummustern durch diese Form der Abgabe eher erreicht und ob gesundheitliche Schädigungen durch effektiveren Verbraucherschutz verringert werden können. Zudem ist zu prüfen, inwieweit der Jugend- und Verbraucherschutz von einer Zerschlagung des Schwarzmarktes konkret profitiert. Daher fordern wir mit diesem Antrag die Verwaltung auf, auf dem Wege einer Zusammenarbeit von Expert*innen, einen entsprechenden Antrag an das BfArM zu entwickeln, der den Genehmigungsanforderungen genügt.

---Dieser Antrag wurde im Stadtrat in Düsseldorf mit großer Mehrheit beschlossen. Für Braunschweig wurden lediglich Stadtnamen geändert und "DROBS" eingefügt. https://www.welt.de/regionales/nrw/article162948015/Kiffen-auf-der-Koe.html---

Eingang des Antrags 24. April 2017 07:02

Änderung der Straßenreinigungsgebührensatzung

Ist: Als Straßennutzer werden die Anwohner: Mieter bzw. Eigentümer definiert. In Folge dessen werden ihnen die Kosten für die Reinigung in Rechnung gestellt. D.h.: Wer in der Innenstadt wohnt, zahlt für den Dreck, den die Partygänger und Shopper hinterlassen. In der Konsequenz: Wir Innenstadtbewohner haben u.a. am Wochenende keine Ruhe und dürfen zusätzlich auch noch für den Dreck der gewollten "Innenstadtbelebung" zahlen. Forderung: Da die Stadt von der Ansiedlung von Partybetrieben, anderen gastronomischen Betrieben in der Innenstadt und Shops in Form von Gewerbesteuer profitiert, investtiert sie einen Teil der Steuern um die Innenstadtbewohner zu entlasten und die Definition Anwohner zu ändern. Es kann nicht sein, dass wir am Wochenende eingeschränkte Nachtruhe hinnehmen müssen und zusätzlich auch noch die höchsten Gebühren zahlen müssen. Bsp: Südstraße: 8,07 Euro/ Meter und in der Echternstr. lediglich 0,79 Euro/ Meter es wäre auch denkbar, die Reinigungsgebühren auf alle Einwohner gleichmäßig zu verteilen. Es ist schließlich gewünscht, dass alle Braunschweiger zum Shoppen und Freizeitvergnügen in die Innenstadt kommen.

   
Keine Übernahme des Antrags 06. Februar 2017 22:44

Neubesetzung der Beamten der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien

Es sollten die Posten der Beamten, die Filme und Computerspiele prüfen, spezifischer ausgewählt sein.

Daher mein Antrag auf Räumung sämtlicher Sitze der Prüfungsstelle, da einzelne Neuwahlen sabotiert werden könnten, von befreundeten Beamten der Prüfer, sowie öffentliche, transparente Neuwahlen der Beamten um auch die Meinungen des Volkes zu hören

(Dies könnte, wenn richtig bearbeitet zur stark erhöhten wahlbeteiligung der gamerschaft führen)

Eingang des Antrags 16. Oktober 2016 22:38

Erinnerung an Friedrich Gerstäcker im Raabe-Haus bewahren

Friedrich Gerstäcker ist einer der wichtigsten Akteure des Braunschweiger Kulturlebens. Nach der Schließung des Gerstäcker-Museums fehlt jedoch eine passende Erinnnerungsstätte.

Es gibt ein paar Originalstücke aus Gerstäckers Nachlass. Diese könnte man in würdiger Form zusammen mit Handschriften, Manuskriptauszügen und den ersten Buchausgaben in Vitrinen ins Raabe-Haus integrieren. Wilhelm Raabe und Gerstäcker kannten sich persönlich und sind sich häufig im Großen Klub begegnet. Das Raabe-Haus hat genug Platz für ein oder zwei Vitrinen mit Erinnerungen an Friedrich Gerstäcker. Das ist weder kostenintensiv noch sonderlich aufwendig. Und es besteht die Möglichkeit, über Sponsoren Unterstützung für eine eigene Kraft zu erhalten, die im Raabe-Haus sich um Gerstäcker kümmert.

Wenn das Konzept des Gerstäcker-Museums überholt ist, so muss man sich ernsthaft fragen, wodurch es sich vom Raabe-Haus unterschieden hat. Nur hellgrüne Wände können den Unterschied nicht ausmachen, und die ausgestellten Gegenstände sind weder interessanter noch aufschlussreicher in Bezug auf Leben und Werk des jeweiligen Autors als im Gerstäcker-Museum. Aber eine Vitrine im Städtischen Museum, zusammen mit anderen Reisenden aus Braunschweig, ist keine ernsthafte Lösung. So bleibt zu befürchten, dass nur der Jugendbuchpreis mit seinem Namen erhalten bleibt und in wenigen Jahren niemand mehr Details über den Weltbürger Gerstäcker kennt und vermittelt. Ihn zum Jugendbuchautor zu machen, ist jedenfalls kein würdiger Weg, die Erinnerung an ihn zu pflegen.

Bildtext

Eingang des Antrags 16. Oktober 2016 22:19

Erinnerung an Friedrich Gerstäcker erhalten

Das Gerstäcker-Museum, von mir vor 34 Jahren gegründet und ehrenamtlich geführt, musste aus Altersgründen am 2. Oktober d.J. schließen, weil das Kulturinstitut eine Weiterführung in eigener Regie verweigerte. Die internationale Forschungsstätte hatte in den vergangenen Jahren regelmäßig Besucher aus den USA, der Schweiz, Österreich, Australien, Neuseeland und Indonesien. Einige Wissenschaftlicher haben in einer Petition ihren Unmut über die Schließung in einem persönlichen Schreiben an den OB geäußert. 697 Unterschriften unterstützten die Petition der Gerstäcker-Gesellschaft, das Museum zu erhalten. Nichts geschah, keine Reaktion des OB, keine Reaktion der Ratsfraktionen, die von mir über Möglichkeiten der Weiterführung schon vor einem Jahr, 2015, und im Frühjahr 2016, informiert wurden. Es ist ein Trauerspiel für unsere Stadt, eine solche Erinnerungsstätte zu schließen, und das unter sehr seltsam anmutenden Äußerungen. Der Ort wäre zu abgelegen - das wissen wir seit 34 Jahren, das Konzept wäre nicht zeitgemäß (dann möchte man bitte mal ins Raabe-Haus schauen!) und dergleichen mehr. Dabei wäre es eine Kleinigkeit, mit ein paar Handgriffen ein bis zwei Vitrinen im Raabe-Haus aufzustellen und so die Erinnerung an den Weitgereisten wach zu halten. Es wäre u.U. sogar möglich, Sponsoren für eine zusätzliche Arbeitskraft zum Thema "Gerstäcker" zu gewinnen. Wenn man denn will und bereit ist, die Erinnerung wach zu halten. Thomas Ostwald

 
Prüfung in der Fraktionssitzung 07. Oktober 2016 09:44

Keine Floskeln wirkche Hilfe vom AmtNiebeliungen wohnbau GmbH bei drohender Obdachlosigkeit

Sehr geehrte Damen und Herren Hiermit möchte ich von meinen Erfahrungen Berichten die einem wiederfahren wenn mann das Pech hat kurz vor Obdachlosigkeit zu stehen . Durch eigentlich egal welchen Umstand ob Rechtstreit, Scheidung, Wohnungsbrand, Arbeitslosigkeit, Alkoholkonsum usw spielt kaum eine Rolle, die nächste Wohnung muss schnell her...Wie verhält sich das Sozialamt Braunschweig in solchen Fällen , (?) Antwort 2 Arten von Hilfe die meiner Meinung Fake sind da das einfach nie passiert. ..Mann bekommt 1 Blatt Papier auf alle wohnungs Gesellschaften und derartigen BBG ,NIEBELIUNGEN usw aufgelistet sind die mann abklappern darf ansonsten gibt es keine weitere Hilfe. Das stellt schon mal 1 Punkt dar über den ich mich Beschweren möchte und gleichzeitig um Besserung Bitte aus folgendem Grund, wenn mann wirklich in Wohnungsnot ist und kurz vor der Obdachlosigkeit steht, dann hat man alle derartige Gesellschaften abgeklappert ... Und somit kann das keine Richtige Hilfe sein (?), also mir hat das nicht geholfen und ich denke keinem anderem ebenfalls. ..Punkt 2 bei dem ich um änderung Bitte, wenn man von Obdachlosigkeit bedroht wird stellt einem das Sozialamt eine Bescheinigung aus in der steht das mann von Obdachlosigkeit bedroht wird und somit ist die Niebeliungen wohnbau GmbH dazu verpflichtet mir eine Wohnung zu geben da die Stadt Braunschweig einen Vertrag hat mit denen damit Braunschweiger nicht obdachlos werden, das ist FAKE mann bekommt keine Wohnung bei der Niebeliungen, da mann in der schufa steht und der Niebeliungen deren eigenen Kunden einfach lukrativer sind. Seid über 1 Jahr rufe ich da an und bitte um eine Wohnung und nix passiert außer Floskeln. .. Frage wozu gibt es dann diesen Vertrag zwischen der Stadt Braunschweig und der Niebeliungen wenn das nie bei irgend einem braunschweiger angewandt wird? Die haben sich bis heute nicht 1 mal gemeldet und somit quatsch, wenn mann wirklich obdachlos wird, wird vom Amt keine wirkliche Hilfe Angeboten , mann braucht dringend 1 wohnung und nicht jede Floskeln die einem einen, das muss besser werden so wird das nix mit wohnung. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung Mfg s.pigas 015736831157

   
Keine Übernahme des Antrags 18. September 2016 20:49

Brandschutzbedarfsplan

Letztes Jahr wurde in Braunschweig eine Firma beauftragt einen Brandschutzbedarfsplan auszuarbeiten. Daraufhin wurden auch grosse Finanziele mittel bereitgestellt. Das Ergebnis sollte zum Februar 2016 bekannt gegeben werden. Bis heute ist kein Ergebnis bekannt. Kein ortsbrandmeister wurde informiert.

   
Keine Übernahme des Antrags 17. September 2016 16:53

Hilfe für medikamentenabhängige Menschen in Altersheimen oder mit Psychose

J’accuse!

In diesem Antrag geht es um die Ärmsten der Armen unserer Gesellschaft. In Braunschweig gibt es mehrere Tausend Menschen, denen einen Droge verordnet wird, die entsetzliche Wirkungen hat. Um nur einige zu nennen: Parkinsonoide Bewegungsstörungen wie Rigor, Tremor und Akinese, Abbau der Gehirnmasse mit dementiellen Symptomen, Schädigungen der Leber, der Niere, des Herzens und der Bauchspeicheldrüse, Gewichtszunahme, Diabetes, Depressionen und Verlust des sexuellen Interesses. Die schlimmste Nebenwirkung dieser Droge ist der im Beipackzettel aufgeführte: „Plötzlich auftretende Tod.“ Bei all diesen Nebenwirkungen ist es kein Wunder, dass die Lebenszeit der Konsumenten dieser Droge laut einer Meta-Studie von Dr. Volkmar Aderhold durchschnittlich um rund 20 Jahre verkürzt ist.

Die Nutzer dieser Drogen leiden sehr unter dem Konsum: Aufgrund der starken Nebenwirkungen, die sich besonders auf die Psyche und die Motorik auswirken, fühlen sie sich gesellschaftlich ausgeschlossen, oder wie eine Nutzerin sagte: „Ich fühle mich wie ein Zombie in The Walking Dead. Wenn Blicke töten könnten, dann wäre ich schon lange tot.“ Auch vom Arbeitsmarkt sind sie praktisch ausgeschlossen, denn mit Nebenwirkungen wie Blickkrämpfen und Störungen der Merkfähigkeit lässt sich kaum eine regelmäßige Arbeit ausüben.

Bei dieser Droge handelt es sich um staatlich verordnete Neuroleptika, die euphemistisch auch Antipsychotika genannt werden. Der gesellschaftliche Sinn dieser Drogen erschließt sich am ehesten, wenn man die Gruppen betrachtet, denen sie verordnet werden: Schizophreniepatienten, Altersheimbewohner und Insassen von amerikanischen Gefängnissen. Psychologisch haben diese Gruppen keinerlei Gemeinsamkeit, soziologisch betrachtet gibt es eine Gemeinsamkeit: Neuroleptika erfüllen die Funktion einer Hospitalisierungsdroge. Sie werden auch zu Recht von einigen Nutzern als „innere Zwangsjacken“ bezeichnet.

Medizinisch sind Neuroleptika höchst umstritten: Laut WHO hat Finnland die höchste Heilungsrate bei Schizophrenie, wo der Open-Dialogue-Ansatz bei Psychosepatienten ohne Neuroleptika auskommt. Oder wie es in einer Online-Petition steht: „Die Mittel scheinen auch nicht gegen Psychosen und Wahnvorstellungen zu helfen, sondern dressieren Menschen unter dieser Psychochemikalie nur dahingehend, dass diese dann über ihr seelisches Erleben schweigen. Drogen lösen keine Probleme, Drogen ersetzen keine Verhaltens- , Gesprächs- oder sonstige Therapien, Drogen helfen meist gar nicht - so auch Psychiatriedrogen.“ Oder psychologisch gesprochen: Neuroleptika heilen keine Psychosen, sie führen lediglich zu einer Symptomverschiebung.

Hinzu kommt, dass das Absetzen von Neuroleptika mit schwersten Nebenwirkungen einher geht, die von den Symptomen einer Psychose kaum unterscheidbar sind. Das Absetzen von Neuroleptika ist psychisch und körperlich vergleichbar mit dem Entzug härtester Drogen wie Heroin, jedoch gibt es praktisch keine staatliche und soziale Unterstützung dabei.

Zwei gesellschaftliche Gruppen profitieren vom Vertrieb der Drogen: Zum einen die Betreiber von Hospitalen, also im Wesentlichen Psychiater und Betreiber von Altersheimen. Zum anderen ganz massiv die Pharmaindustrie: 2009 betrug der Umsatz mit Neuroleptika in Deutschland rund 1,05 Milliarden Euro, runter gerechnet auf Braunschweig werden hier in dieser Stadt jährlich mehr als 3 Millionen Euro mit dieser Droge umgesetzt.

Es wird Zeit, dass die Stadt Braunschweig sich um die Bürgerinnen und Bürger kümmert, die am meisten Unterstützung benötigen und leider nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Der Rat möge daher beschließen:

a) Bei der Behandlung von Psychosepatienten werden zukünftig nicht-medikamentöse Ansätze wie zum Beispiel der Open-Dialogue oder Soteria-Häuser gezielt gefördert. Es wird eine Notfall-Ambulanz geschaffen, in der Menschen mit psychischen Störungen gemeinsam mit Psychologen und Betroffenen einen ergebnisoffenen Therapieplan erarbeiten können, ohne vorher medikamentös ruhig gestellt und abhängig gemacht zu werden. Medikamentation erfolgt ausschließlich auf Wunsch des Patienten!

b) Bei der Erstverschreibung von Neuroleptika werden Sozialarbeiter/Sozialpädagogen als neutrale Beobachter konsultiert, die darauf achten, dass Patienten alle notwendigen Informationen erhalten und – sofern notwendig – eine Patientenverfügung erstellen.

c) Die Stadt wirkt darauf hin, dass möglichst keine medizinisch nicht indizierten Neuverschreibungen von Neuroleptika in Altersheimen erfolgen.

d) Es wird eine Beratungsstelle und ein Entzugsort geschaffen, an dem Neuroleptika und Antidepressiva unter ärztlicher und sozialer Beratung und Begleitung „ausgeschlichen“ werden können.

Ich möchte den Rat bitten, diesen Antrag ernsthaft zu prüfen, denn es könnte auch ihre Tochter sein, die aufgrund einer in einen Drink gemixten Droge in der Psychiatrie landet und dort Neuroleptika erhält, und es könnten auch ihre Eltern sein, die im Altersheim mit dieser Droge ruhig gestellt werden. Und wenn Sie sich im Stadtrat einmal umschauen, so werden sie feststellen: Jede Partei – außer ihrer eigenen – leidet unter politischen Wahnvorstellungen, für die man im ICD-10 problemlos eine Diagnose findet, dennoch würden Sie niemals zustimmen, Ihren Ratsmitgliedern deshalb gefährliche Drogen zu verordnen …


Weil das Thema zu komplex ist, um alle Informationen in einen Antrag zu stellen, hier noch einige weiterführende Links zum Thema:

a) HEALING HOMES: recovery from psychosis without medication

www.youtube.com/watch?v=JV4NTEp8S2Q

OPEN DIALOGUE: an alternative Finnish approach to healing psychosis

www.youtube.com/watch?v=HDVhZHJagfQ

Zwei wunderbare Dokumentationen vom Psychologen Daniel Mackler, wie Psychosen in Finnland und Schweden ohne Medikamente geheilt werden.

b) Peter Gøtzsche - Overdiagnosed & Overmedicated

www.youtube.com/watch?v=ZMhsPnoIdy4

Ein guter Vortrag über die Probleme, psychische Störungen mit Medikamenten zu heilen.

c) Peter Lehmann – Menschenrechtsverletzungen in der Psychiatrie

www.youtube.com/watch?v=GKD5qEy-_7s

Ein Interview, wie sich die Psychiatrie-Erfahrung aus der Sicht eines Betroffenen anfühlt.

d) Mental Health Visions: Iris Hölling, Runaway House, Berlin

www.vimeo.com/635423

Ein kurzes Interview über das Projekt: “Weglaufhaus, Berlin”

e) Peter Breggin: How to Help Deeply Disturbed Persons

www.youtube.com/watch?v=0F_kLbtnWWM

Ein Interview mit einem humanistischen Psychiater, wie man Menschen in Krisensituationen helfen kann.

Weitere Informationen findet man bei weltweit zahllos vorhanden Psychiatrie-Nutzer-Initiativen wie Mad in America, Antipsychiatrieverlag, Netzwerk Stimmenhören e.V., The Icarus Project, ....

   
Anfrage in Fachausschuss/an Verwaltung 13. September 2016 21:08

Videospielcafe für sozial Benachteiligte

Videospiel sind Teil des täglichen Lebens sehr vieler Menschen. Deswegen ein Videospielcafe (das mehrere Tage in der Woche geöffnet hat) , wo sozial benachteiligte Menschen miteinander Videospiele spielen können und günstig Getränke trinken können . Die Arbeit im Cafe und die Aufsicht, können Ehrenamtliche übenehmen. Die Konsolen und Computer müssen nicht die Neuesten sein (PS2 oder Wii z.b) und könnten genauso wie Fernsehen und Spiele (Tekken ,Fifa , Mario Kart) zum Teil durch Spenden erbracht werden . Ein schneller Internetanschluss wäre auch gut vorallem für die Computer , aber bitte ohne Wlan (oder nur an bestimmten Tagen) da Wlan schädlich für den Körper ist. Das Cafe sollte zentral gelegen sein, damit man es gut erreichen kann.

   
Anfrage in Fachausschuss/an Verwaltung 13. September 2016 20:33

Unterstützung des Fernradweg Amsterdam-Braunschweig-Berlin

Braunschweig wäre ein wichtiger und attraktiver Etappenort für einen möglichen Fernradweg Amsterdam-Berlin! Nahezu auf einer Luftlinie zwischen Amsterdam und Berlin spannt sich eine Kette attraktiver Städte auf, die bisher radtouristisch kaum eine Rolle spielen – zu Unrecht. In den Niederlanden liegen Amersfoort, Apeldoorn, Deventer, Enschede oder alternativ Utrecht und Arnhem im Wegeverlauf, auf deutscher Seite Bad Bentheim, Osnabrück, Minden, Hannover, Braunschweig, Helmstedt, Magdeburg, Brandenburg und Potsdam. Auch die Entfernungen dieser Städte untereinander sind größtenteils ideal für jeweils eine Tagesetappe. Auf der Webseite www.bike-amsterdam-berlin.info sind die Möglichkeiten dieses Fernradweges im Detail beschrieben.

Über weite Strecken existieren im Verlauf dieser Städtekette schon fahrradgeeignete Wege, die streckenweise aber etwas besser ausgebaut werden müssten. Auf dem Gebiet der Stadt Braunschweig bietet sich der West-Ost-Radweg an, der heute schon als regionaler Radweg zwischen Peine und Braunschweig ausgeschildert ist. Westlich des Kanzlerfeldes ist ein ca. 500m langes Wegstück davon von schlechterer Qualität.

Ich schlage daher vor, dass die Stadt Braunschweig

1) die offizielle Einrichtung eines Fernradweges Amsterdam-Berlin unter anderem im Interesse der lokalen Tourismuswirtschaft aktiv unterstützt.

2) Hierzu wird der Fernradweg in die schon vorhandenen Fahrradtourismus-Apps eingepflegt (z.B. www.naviki.org)

3) das genannte Wegstück westlich des Kanzlerfeldes wird nach heutigen radtouristischen Standards ausbaut, d. h. möglichst asphaltiert. Das wertet die regionale Verbindung Hannover-Peine-Braunschweig unabhängig von einer möglichen Einrichtung eines Fernradweges Amsterdam-Berlin auf.

4) Das Stadtmarketing Braunschweig wird beauftragt, ein überregionales Werbekonzept zu entwickeln, an dem sich die beteiligten Städte auf der Route beteiligen können. Möglich ist zum Beispiel eine Anzeigenkampagne: "Amsterdam-XXX-Berlin", in der das XXX durch die jeweilige Stadt auf der Route ergänzt wird. Dieses Werbekonzept wird den beteiligten Städten im Sinne einer touristischen Städtepartnerschaft kostenfrei zur Verfügung gestellt.

(Der Vorschlag stammt von Reinhard Niewerth aus dem Bürgerhaushalt 2015. Ich fände es schade, wenn er in Vergessenheit gerät, daher hab ich ihn - leicht verändert und erweitert - in die Open-Antrag-Plattform eingestellt. Außerdem ist der Vorschlag eine wichtige Ergänzung zum Masterplan Fahrradtourismus)

Amsterdam-Braunschweig-Berlin