Bürgeranträge
Dein Anliegen : Unser Antrag

Landtag von Schleswig-Holstein

Piratenfraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag
04. Mai 2014 22:56 01. März 2016 11:14
Keine Übernahme des Antrags

WfbM - Arbeitszeit am Arbeitsplatz

Hallo

Ich habe folgendes Anliegen: Ich und mein bester Freund haben teilweise den selben Arbeitsweg können den aber nicht gemeinsam nutzen. Das Problem ist halt das während der Arbeitszeit Busse von den Zweigstellen zur Hauptwerkstatt fahren wo ungefähr die Hälfte der Belegschaft umsteigt. Der soziale Dienst glaubt die Menschen die im Bus sitzen arbeiten weil sie während der Arbeitszeit Bus fahren sie sind halt nur nicht produktiv dabei. Der Rest von uns muss dann noch ne Viertelstunde in der Werkstatt bleiben. Das Problem ist folgendes wenn wir nur warten ist das nicht sinngemäß wir sollen uns beschäftigen z.B. mit Aufräumen. Dies wäre jedoch ein Mehraufwand.

Meine Meinung: Wenn wir nichts tun werden wir nicht gebraucht und wäre kein Problem zu gehen. Wenn wir uns beschäftigen sollen wird von uns ein höherer Arbeitseinsatz gefordert als von denen die schon weg sind. Da bei selber Einstufung und selber Arbeitszeit jeder das selbe Gehalt hat bedeutet dass, das die Menschen die den Fahrdienst nutzen fürs Busfahren das selbe Gehalt bekommen wie die anderen für Arbeiten oder Aufräumen.

Mein Vorschlag: Die Fahrt zwischen Hauptwerkstatt und Arbeitsplatz soll nur als Arbeitszeit gewertet werden wenn alle Beschäftigten den Fahrdienst nutzen. Die Arbeitszeit soll am Arbeitsplatz beginnen und enden. Die Menschen die da bleiben nehmen oft nur wahr dass sie länger arbeiten. Die Arbeitsgruppen werden einfach so auseinander gerissen ne viertel Stunde vor Schluss. Eine Arbeitsgruppe gehört zusammen und ist eine Einheit und ich finde es sollten auch alle gemeinsam kommen und gehen dürfen.

mfg

 
04. Mai 2014 22:56 Eingang des Antrags
 
05. Mai 2014 17:11 Prüfung durch Fraktionsgremium

Vielen Dank für Ihren Antrag,

wir werden Ihren Antrag prüfen und ggf. weiterleiten, sofern er mit unserem Programm konform ist.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Ruoff

 
01. März 2016 11:14 Keine Übernahme des Antrags

Lieber Antragsteller! In diesem Einzelfall würden wir dem Petenten bzw. der Petentin den Werkstattrat empfehlen, da es sich unserer Ansicht nach, um ein internes Anliegen der Werkstatt handelt. Der Werkstattrat könnte sich mit diesem Anliegen beschäftigen und Möglichkeiten der Lösung des Problems erkunden. Weiterhin bestünde die Möglichkeit, dass sich der Werkstattrat mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten austauscht, wenn das Problem nicht in der Werkstatt gelöst werden kann.

Der Werkstattrat vertritt in den Werkstätten die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung gegenüber der Werkstattleitung. Unter anderem werden die Werkstatträte beispielsweise bei Personaleinstellungen oder Änderungen in den Organisationen innerhalb der Werkstatt angehört. Weiterhin wird der Werkstattrat von der Werkstattleitung bei Lohngestaltung oder Arbeitszeitregelung informiert und ist zustimmungsberechtigt. Grundlage der Tätigkeit des Werkstattrates für Menschen mit Behinderung ist im Sozialgesetzbuch (SGB IX, § 136 f.) und der Werkstattmitwirkungsverordnung (WMVO) zu finden. Der Werkstattrat ist also folglich mit einem Betriebsrat zu vergleichen.

Auf Landesebene sind die einzelnen Werkstatträte in der Landesarbeitsarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte vernetzt und setzen sich beispielsweise für die Stärkung der Selbstvertretung der Werkstatträte ein oder fördern die Zusammenarbeit der Werkstatträte. Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung trifft sich circa zweimal im Jahr mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte. Dieses Treffen bietet die Gelegenheit, bestimmte Anliegen zu thematisieren oder sich auszutauschen.

Nach Rücksprache mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung sind ähnliche Fälle wie der geschilderte offiziell bisher nicht bekannt geworden. Bei einer Häufung derartiger Fälle, wäre jedoch die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte eine geeignete Ansprechpartnerin, um die Problematiken gemeinsamen zu erörtern und ggfs. Lösungen zu erkunden. Wir bereits oben erwähnt, erachten wir diesen Einzelfall jedoch als eine Problematik, welche innerhalb der Werkstatt geklärt werden sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Scholten

Geschäftsstelle

Die
Kommentare


 
01. November 2014 12:02

Antragstelle

Ein weiteres Problem ist übrigens das sich da sowieso nur wenige dran halten und sich die anderen aussuchen wen sie verpetzen und wen nicht. Morgen ist es sogar ne halbe Stunde Unterschied so dass man am Tag auf 45 Minuten kommt. Diese Regelung kann für manche Menschen mit sehr viel Stress verbunden sein. Mann sollte eine Regelung finden die von jedem akzeptiert wird und so ist dass sich niemand mehr über andere aufregen muss.

mit freundlichen Grüßen